Waldbrände und wie man sie verhindert

Waldbrände entstehen meist während Trockenperioden und sind wegen ihrer hohen Ausbreitungsgeschwindigkeit sehr gefährlich.

In diesem Zusammenhang verweist die Tiroler Landesstelle für Brandverhütung auf Gefahrenquellen und auf deren Brandursachen, welche im Bereich von Wald- und Wiesenböden unbedingt zu vermeiden sind.

Ursachen:

  • Wald- und Wiesenbrände haben zu etwa 85 Prozent nichtnatürliche Ursachen.
  • Unachtsamkeit durch Lager- oder Grillfeuer, Funkenflug, weggeworfene Rauchwarenreste (z.B.: Zigarette) oder Streichhölzer.
  • Heiße Katalysatoren von auf trockenen Böden abgestellten kraftstoffbetriebenen Fahrzeugen und Gerätschaften.
  • Wald- und Wiesenbrände entstehen in etwa 15 Prozent der Fälle durch natürliche Ursachen wie Blitzschlag oder Selbstentzündung.

In der Tiroler Feuerpolizeiordnung 1998 i.d.g.F, wird im § 4 Allgemeine Verbote (1) definiert, dass jedermann verpflichtet ist, nach Möglichkeit und Zumutbarkeit alles zu unterlassen, was eine Brandgefahr herbeiführen oder vergrößern oder die Brandbekämpfung oder die Durchführung von Rettungsarbeiten erschweren oder verhindern kann.

Insbesondere sind gemäß dem § 4 (1) im Zusammenhang mit Waldbränden folgende Punkte zu unterlassen:

a) das Aufstellen von Feuerstätten im Freien, wenn dadurch eine Brandgefahr durch Flugbrand entstehen würde;

b) das Verbrennen von Sachen im Freien und das Absengen von Bodenflächen während der Nacht, bei starkem Wind, bei großer Trockenheit oder ohne entsprechende Überwachung und Nachkontrollen;

c) das Wegwerfen von glimmenden Rückständen, die Ablage von Glut, heißer Asche und Schlacke, das Wegwerfen und Liegenlassen von Gläsern, Scherben und dergleichen an Stellen, an denen dadurch auf Grund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Brandgefahr entstehen würde;

Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, diesen unverzüglich über den Notruf 122 zu melden.

Die Jahreszeit verlockt viele Menschen zu Ausflügen und Spaziergängen in der Natur. Anhaltendes schönes Wetter, steigende Temperaturen und geringen Niederschlagsmengen erhöht die Wald- und Wiesenbrandgefahr.

Die Tiroler Landesstelle für Brandverhütung gibt wichtige Hinweise, auf welche Sie achten sollten, um Brände zu vermeiden:

  • Berücksichtigung der Waldbrandverordnung der zuständigen Behörde
  • Kein offenes Feuer im Wald und auf Wiesen (Lagerfeuer bzw. Grillfeuer)
  • Wenn möglich nicht rauchen oder seien Sie vorsichtig bei dem Umgang mit Feuerzeugen, Streichhölzern und Tabakwaren. Rauchwarenreste mitnehmen und nicht achtlos wegwerfen
  • Werfen Sie keine brennenden Gegenstände aus den Fahrzeug
  • Fragen Sie die zuständige Behörde, z.B. nach öffentlichen Grill- und Feuerplätzen
  • Parken Sie nur innerhalb gekennzeichneter Parkflächen und niemals in Wiesen und Feldern (der heiße Katalysator Ihres kraftstoffbetriebenen Fahrzeuges kann das trockene Gras schnell entzünden!)
  • Im Wald bzw. in der Nähe des Waldes nicht grillen!

Klima und Witterung sind von entscheidender Bedeutung.

Die Waldbrandgefahr steigt mit…

  • zunehmenden und anhaltendem Niederschlagsmangel
  • abnehmender Bodenfeuchtigkeit
  • abnehmender Luftfeuchtigkeit
  • lang anhaltenden hohen Lufttemperaturen
  • zunehmender Sonnenscheindauer
  • trockenem Wind Die Wald- und Wiesenbrandgefahr ist auch stark von der Jahreszeit abhängig, kann jedoch je nach Klima und Witterung variieren
  • März bis Mai: sehr große Gefahr
  • Juni bis August: große Gefahr
  • September-Dezember: geringe Gefahr
  • Jannuar bis Februar: kaum Gefahr

Entwicklung:

Ein Waldbrand durchläuft in der Regel 3 Phasen.

  1. Beginn: Lauffeuer am Boden….
  2. Lauffeuer kann (besonders bei Nadelgehölzen) auf die Baumwipfel überspringen, was zu dem so genannten „Wipfelfeuer“ führt..
  3. und „wächst“ zur dritten Stufe, dem Totalbrand , welcher sehr schwer gelöscht werden kann.

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